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ARGENTINA 2009/2010

Hola und herzlich willkommen auf meiner JimdoPage. Ich werde hier so oft wie möglich über mein weltwärts-Jahr in Mendoza (Argentinien) berichten.

Montag, 18. Oktober 2010

 

Seit 2 Monaten bin ich wieder in Deutschland und werde nun ein Bauingenieurstudium an der TU-Braunschweig beginnen.

Samstag, 07. August 2010

 

Die Arbeit in der Lebensmittelbank habe ich beendet und ein Praktikum auf einer Baustelle in Rosario begonnen.

Kopie des "Cabildo"

Donnerstag, 29. Juli 2010

 

Das Wochenende verbrachte ich in San Luis auf der Hochzeitsfeier meines Gastbruders David.

 

San Luis gilt in Argentinien als "anderes Land". Das liegt daran, dass es in San Luis so aussieht, als ob für alles Geld da wäre. Eine der kleinsten Provinzen Argentiniens mit etwa 600.000 Einwohnern hat ein neues Fußballstadion, eine Autorennpiste, eine große Pferderennbahn, viele Casinos und sogar einen originalgetreuen Nachbau des "Cabildo" in Buenos Aires, in welchem 1810 Argentinien gegründet wurde.

Cerro Arco in Mendoza

Donnerstag, 22. Juli 2010

 

Schnell nochmal auf den Berg rennen und dann noch hierhin und dorthin. "Tag der Freunde", Abschiedsessen, hier und da nochmal Freunde treffen, eine Hochzeitsfeier und dann geht es auch schon bald los nach Rosario!

 

Meine letzte Arbeitswoche in der Lebensmittelbank liegt nun vor mir. Am 31. Juli werde ich mich von den Mendocinern verabschieden müssen. Ich werde den Schnee und die Berge hinter mir lassen und mich in die Nähe von Buenos Aires begeben, um dort ein Praktikum in einer Baufirma zu machen.

 

Ich freue mich auf meine Ruckkehr und trauere um meine Abreise! Aber sonst geht es mir sehr gut :-D

Donnerstag, 15. Juli 2010

 

Heute schneit es in Mendoza. Seit einigen Tagen ist die Temperatur nicht über 20ºC gestiegen. Seit 3 Uhr in der Nacht schneit es nun ununterbrochen aber irgendwie weiss jeder Mendociner, dass dieser Schnee bereits morgen nicht mehr da sein wird. Die Skipisten in den Anden sind nur teilweise geöffnet, da es in den letzten Wochen zwar kalt war aber kein Schnee fiel.

 

Mir bleiben nun noch 16 Tage in Mendoza. Das sind noch 10 Arbeitstage oder 80 Arbeitsstunden in der Lebensmittelbank. Die mir bleibende Zeit ist geprägt von Abschiedstreffen und Reisevorbereitungen.

Samstag, 10. Juli 2010

 

Ein Fußballmonat geht zuende. Mein "weltwärts"-Jahr ist bald vorbei. Wie habe ich das WM Spiel zwischen Deutschland und Argentinien überlebt? Das Fußballspiel habe ich bei Freunden gesehen. Das erste Tor bekam ich nicht mit, da ich auf dem Fahrad durch die leergefegten Straßen Mendozas fuhr. Zum Glück oder Unglück gab es danach ja noch weitere 3 Tore anzuschauen. War ich danach froh? Naja. Eigentlich schon. Ich habe mich gefreut, dass Deutschlanddie WM witerspielen konnte. Auf der anderen Seite war ich traurig. Mit diesem Tag hörte die WM in Argentinien auf!

Freitag, 2. Juli 2010

 

Letztes Wochenende bin ich wieder einmal über die Anden nach Chile gefahren. Dieses Mal ging es nach Vina del Mar (etwa 100 Kilometer von Santiago entfernt). Ich konnte den Pazifischen Ozean sehen und beim Überschreiten der Grenze mein Touristenvisum für weitere 90 Tage erneuern.

 

Der Weg nach Chile ging über den "Paso de los libertadores". Dieser Pass führt direkt am "Aconcagua" (fast 7000 Meter hoch) vorbei. In den Hochanden lag Schnee und die Fahrt durch die "Caracoles" (siehe Video) war wieder einmal sehr spannend!

Ein Fanartikelstand unter der Brücke

Donnerstag, 17. Juni 2010

 

Argentinien ist in dieser Fussball-Weltmeisterschaft gut aufgestellt. Messi hat wieder seinen Platz in "La Selecion" gefunden und an seiner Seite sind die alten Haasen Tevez und Heinze genau so sicher wie die neuen Spieler Higuain oder Di Maria.

Die Menschen in Argentinien sind froh darüber, dass Maradona die Spieler zusammensammeln konnte und verfolgen jedes Spiel voller Anspannung und Konzentration!

 

Ich warte nur gespannt auf ein Spiel zwischen Argentinien und Deutschland!

Donnerstag, 10. Juni 2010

 

Am Sonntag schien die Sonne mit voller Kraft, sodass ich im tiefsten Winter in T-Shirt durch die mendozinische Halbwüste spazieren konnte. Ich besuchte an diesem Tag die "Finca" (Wein und Pfirsichplantage) von Freunden in Mendoza. Ich konnte auf der "Finca" auch ein wenig mithelfen, indem ich trockenes Gebüsch hackte und auf einem grossen Haufen sammelte. Als es dunkel wurde - um 18 Uhr - wurde der grosse Haufen mit den vielen trockenen Ästen angezündet und brannte innerhalb kürzester Zeit ab.

In Argentinien ist das Verbrennen von Wildkräutern und vertrockneten Grasflächen eine sehr häufig angewandte Methode, um das Ackerland für eine Aussat vorzubereiten.

Nicht selten werden riesige Weiden gezielt abgebrannt - dabei kommt es manchmal auch zu unkontrollierten Brände, wie im November 2009 in San Luis!

Neben Planzenresten wird an den Strassenrändern und auf den Äckern aber auch Müll verbrannt. In der Nähe von San Martin (30km östlich von Mendoza) wird der Rauch von Feuern von Anwohnern gegen den üblen Geruch organischer Abfälle aus der Weinindustrie eingesetzt.

Freitag, 04. Juni 2010

 

Die "Banco de Alimentos Mendoza" ist gerade in einer wichtigen Phase des Zusammenfassens aller wichtigen Daten des Jahres 2009/2010. Mitte Juni wird die Organisation die Jahresbilanz vorstellen und gleichzeitig wird es zu einem Präsidentenwechsel kommen.

 

In den letzten zwei Monaten, die ich noch hier in der Lebensmittelbank sein werde, erlebe ich also ein Ende und einen neuen Anfang. Für mich bedeutet das in diesen Tagen: Treffen mit der "Comision directiva" und viel Arbeit an Tabellen mit Ziffern zu Spenden und Spendern.

Als kleinen Punkt kann man die Ratte sehen

Freitag, 28. Mai 2010

 

Fridolin, er dachte sich nichts dabei,

Sprang auf die Ladefläche, am Arbeiter vorbei,

Er versteckte sich unter einem Kürbis, rund wie ein Ei.

 

Nur das Motorgeräusch konnte ihm solch einen Schrecken einjagen,

"Wo geht es hin", hörte er sich fragen,

Vor Nervosität fing er an zu nagen.

 

Doch bald wurde es still um ihn herum,

Der laute Motor war auf einmal stumm,

Er machte seine Augen auf und schaute sich um.

 

Der Fahrer stieg aus und verschwand in einem Lager,

"Banco de Alimentos Mendoza" lass der Nager,

Er freute sich auf Essen, denn der Kürbis war so mager.

 

Doch schon kamen zwei Typen aus der Lebensmittelbank,

Der eine dünn, der andere gross wie ein Schrank,

Sie holten ein paar BINs und schufteten sich krank :-D

 

Bald war die Ladefläche fast leer,

Fridolin unter den letzten Kürbissen atmete schwer,

Er rannte hin und kreuz und quer.

 

Dann schos er hervor mit aller Kraft,

Der eine Mann hob den Fuss, fast hätte er es geschafft,

So schnell es geht, bevor er erschlafft,

 

Raste er über den ganzen Hof, zur Halle,

Kletterte die Wand hoch, geschwind in die Falle,

Denn schon zerflogen Kartoffeln in lautem Knalle.

 

Eine Meute war hinter ihm her,

Sie machte ihm den Aufstieg schwer,

Und Kartoffeln flogen immer mehr.

 

Als er ganz Oben war, konnte er wieder hoffen,

Doch da wurde er schwer getroffen,

Er fiel herab - das Ende lass ich offen!

 

Fridolin war eine Feldratte, welche in einem mit Kürbissen beladenen LKW zur Banco de Alimentos Mendoza kam und dort von den FASA Mitarbeitern gefangen und getötet wurde. Diese Ratte wurde zum Ereignis des Tages!

 

 

Mit Tomas in den Anden

Dienstag, 25. Mai 2010

 

BICENTENARIO

 

Jedes Jahr am 25. Mai feiert Argentinien die "Revolucion de 1810". Durch diese Revolucion vor 200 Jahren entstand der argentinische Staat in einer ähnlichen Form, wie er heute existiert. Dieser Tag wurde so zu einem nationalen Feiertag erklährt.

Dieses Jahr hat die aktuelle Präsidentin Christina Fernandez Kirchner mit großem Aufwand die Festlichkeiten für das "Bicentenario" organisieren lassen. In der Hauptstadt Buenos Aires wurden Stände der verschiedenen Regionen Argentiniens entlang der Hauptstraße 9 de Julio aufgestellt. Die Nationalhymne wurde im Nationalpark "Valle de la luna" in San Juan gesungen und die Menschen haben Häuser, Fahrzeuge und Straßenzüge mit argentinischen Flaggen in himmelblau und weiß geschmückt.

 

Wie so oft in den letzten Jahren, reden die Argeninier hinter vorgehaltener Hand in einem erbosten Ton über die Festlichkeiten. Viele Menschen hier sind der Meinung, dass "Frau K." den patriotischen Festtag für eine Wahlkampagne nutze.

 

Ob die Menschen nun der Präsidentin zustimmen oder nicht, hat keinen Einfluss darauf, wie sie die freien Tage nutzen werden. So riecht man heute überall Asados und in vielen Häusern wird das traditionelle "Locro" gegessen (eine Suppe aus Bonen, Kartoffeln und Fleisch). Viele Mendociner begeben sich in die Berge. Auf der Suche nach etwas Ruhe oder den Spuren des Libertador San Martín.

Graue Wolken über der Stadt der Sonne

Freitag, 14. Mai 2010

 

Wie die vergangene Woche, wurde auch diese Woche durch eine grosse Warenausgabe geprägt. Immer wieder verliessen PickUps beladen mit über einer Tonne Lebensmittel das Gelände des "Frigorificos Aconcagua". Im Mai haben wir zu zweit bereits 63.000 Kilogramm Lebensmittel ausgeteilt.

Insgesamt sammelten wir dadurch 5000 Pesos ARG (umgerechnet 1000 Euro). Ein Kilo dieser Lebensmittel kostete also im Schnitt 0,08 Pesos (etwa 1,5 Eurocent).

 

Das Wochenende beginnt mit einer Kältefront aus dem Süden Argentiniens. Ein starker Wind blässt kalte Luft aus Patagonien nach Mendoza. Morgen werden die Temperaturen wohl nicht über 10ºC klettern, da die Wolken die Sonne verdecken.

Freitag, 7. Mai 2010

 

Eine anstrengende Woche liegt nun hinter mir. Zu Beginn der Woche gab es sehr wenig zu tun, sodass ich viel Zeit mit Abwarten und Mate trinken verbrachte. Zum Ende der Woche begannen wir eine "entrega" (Warenausgabe), sodass ich fast die ganze Zeit Lebensmittel auf Paletten und dann in Autos und PickUps verlud.

Diese Woche war anstrengend aber sehr typisch für einen Arbeitstag in der Logistik. Auf der einen Seite kann es viele Momente der absoluten Ruhe geben und dann gibt es wieder Momente grösster Hektik.

 

Der Winter ist nun zumindest in den Anden angekommen. Hier in Mendoza sinken die Temperaturen nachts auf bis zu 6ºC und steigen am Tage nur etwas über 20ºC.

Donnerstag, 29. April 2010

 

Die Banco de Alimentos bereitet nach einer kleinen Spendenflaute die Lager für einen etwas besseren Monat Mai vor.

Die wichtigsten Produkte in diesen Wochen sind: Eingelegte Pfirsiche, Tomaten in Dosen, Weihnachtsgebäck, Fertiggerichte, Mayonese und Birnen.

 

Ich habe in den letzten Wochen angefangen, die verschiedenen"Comedores" (Suppenküchen und Tafeln) und andere Einrichtungen (Kindergärten, Wohnheime) zu besichtigen. Heute war ich in einem Kindergarten in Lavalle im Norden der Stadt.

 

Mit einem Team aus Studenten der Medizinischen Hochschule und Ernährungswissenschaftlern, gibt die Lebensmittelbank Koch-, Higiene-, und Ernährungskurse. Durch diese Arbeit vor Ort wird versucht, die Situation der Menschen in den ärmeren Gegenden Mendozas nachhaltig zu verbessern.

Donnerstag, 22. April 2010

 

Es ist sehr, sehr kalt geworden in Mendoza. In kürzester Zeit kam eine Kaltfront aus dem Süden und plötzlich kann man die kurzen Hosen ganz im Schrank verstauen.


Die Banco de Alimentos erlebt gerade wieder einen kleinen Spendenschub, welcher das Defizit an Ware des letzten Monats etwas ausgleichen kann. Neben Tomaten und Pfirsischen in Dosen wurden auch einige BINs mit Birnen und Kartoffeln geliefert. Auch kam die erste Rate Lebensmittel von einer Supermarktkette, welche sich verpflichtete die gleiche Menge an Lebensmitteln zu spenden, wie die Menschen bei der "Colecta 2009" spendeten.

 

Da die Kartoffeln in großen Säcken "BIG BAGs", welche 700KG wiegen, kamen, mussten sie in BINs umgeladen werden. Dies machten heute Freiwillige aus einem der "Comedores".

Freitag, 2. April 2010

 

Frühlings- oder Herbstzeit?

 

Wenn die Blätter an den Bäumen braun werden und nach und nach zu Boden fallen,

Wenn die Luft nach Brennholz riecht und Nebelschwaden mich umwallen,

Dann denke ich an den Winter, der bald kommen wird,

Schneebedeckte Wiesen und die Kälte, die klirrt.

 

Doch stattdessen werde ich wohl nur einen Pullover anziehen und nachts neben dem dünnen Bettlaken noch eine daunenbettdecke über mich legen müssen.

 

Ich bin übrigens gerade in "La Serena" im Norden Chiles am Pazifischen Ozean.

Mit Diego und Casper Boumann

Donnerstag, 25. März 2010

 

Seit einigen Jahren ist der 24. März zu einem nationalen Gedenktag an die große Militärjunta in Argentinien erklärt worden, sodass an diesem Tag nicht gearbeitet wird.

 

Ich nutzte den Tag, um zur Windsurfweltmeisterschaft nach Potrerillos in den mendozinischen Anden zu fahren.

Donnerstag, 18. März 2010

 

Seit Montag findet das sogenannte "MidTermMeeting" im Büro von Experiment in Buenos Aires statt. Bei diesem Treffen konnten wir "weltwärts"-Teilnehmer über unsere Erfahrungen in dem Land, in der Familie und in der Arbeit sprechen. Es gab rege Diskusionen und Austausch von Informationen.

Am Freitag endet das Treffen und einige "Weltwärtsler" werden verändert zu ihren Arbeitsstellen zurückkehren. Und versuchen das Beste aus den noch verbleibenden 4 Arbeitsmonaten zu machen.

Simulacro in der Sonntagsmesse

Sonntag, 7. März 2010

 

Die vergangene Woche wurde von einigen Erdbeben weltweit geprägt. In der Nacht von Freitag den 26. auf Samstag den 27. Februar bebte die Erde in Chile und auch in Mendoza war das Beben der Stärke 9.5 auf der Richterskala stark zu spüren. Die späteren Nachbeben ließen die Mendociner immer wieder daran denken, dass Mendoza in einer seismisch hochaktiven Zone liegt und Erdbeben einfach zum Leben dazugehören.

Das Erdbeben im Süden Chiles ist immernoch hochaktuell und Gesprächsthema n° 1. Argentinien schickt immer wieder Hilfe nach Chile. Es werden Spürhundstaffeln aus Mendoza und mobile Krankenhäuser aus Buenos Aires entsand. Der Flugverkehr nach Santiago wird nach Mendoza umgeleitet und die Reise wird per Bus fortgesetzt. Ingenieure aus Mendoza fahren nach Chile und versuchen Baumängel zu analysieren.

In Mendoza sind durch die Erdbeben in der letzten Woche sogenannte "simulacros" wieder an der Tagesordnung. In Schulen, Krankenhäusern, Universitäten und sogar in Kirchen wird die Evakuierung von Gebäuden bei einem Erdbeben geprobt.

In den Stiefeln meines Chefs

Freitag, 26. Februar 2010

 

Heute endet die bisslang anstrengendste Zeit, die ich in der "Banco de Alimentos" hatte.

 

Ich bin für drei Wochen in die Fussstapfen meines Chefs Sebastian gestiegen und habe an einigen Tagen 10 Stunden gearbeitet, ich habe Transportunternehmen um Fahrten gebeten, Lebensmittelspender besucht und Spenden abgeholt, Spenden sortiert und ausgeteilt, das Computersystem auf den neusten Stand gebracht und noch viele andere Aufgaben bewältigt. Dabei ist die Lebensmittelbank nicht zusammengebrochen.

 

Unterstützt haben mich dabei auch die Sicherheitsschuhe von Sebastian. So konnte ich seinen Fusstritten folgen und war mit dem notwendigen Schuhwerk ausgestattet. Hier auf dem Gelände des "Frigorificos Aconcagua" fahren viele grosse und kleine LKWs herum und es gibt eine Menge Gabelstapler, sodass Sicherheitsschuhe Pflicht sind!

 

Freitag, 19. Februar 2010

 

Es ist kalt geworden in Mendoza. Doch während die Temperaturen sinken, steigen die Lebensmittelpreise - gerade das macht die Menschen unsicher. Die argentinische Regierung unternimmt nichts gegen die steigende Inflation. Nach einem Anstieg der Fleischpreise, stiegen die Preise für Fisch und einige Gemüsesorten um bis zu 70 Prozent! Heute wurde gemeldet, dass auch der Brotpreis um 35 Prozent steigen werde.

 

So wird die Lebensmittelbank wahrscheinlich noch weniger Lebensmittel empfangen und es werden noch mehr Menschen Lebensmittel von den Tafeln beziehen wollen.

 

Donnerstg 11. Februar 2010

 

Weihnachten ist nun auch in der Banco de Alimentos angekommen. Nun ist nicht etwa der Weihnachtsmann auf seinem Sanddünenschlitten oder seinen Wasserski vorbeigekommen und es wurden auch keine Lichterketten oder Weihnachtsbäume installiert. Es wurde kulinarisch Weihnachten. Neben gebrannten Mandeln und Schokoladenkuchen wurden mehrere Paletten "Pan Dulce" (eine abgespeckte Version von Weihnachtsstollen) geliefert. Das Lager ist nun bis zum Rand mit süssem Weihnachtsgebäck gefüllt!

 

So passiert es häufig in der Lebensmittelbank. Nach Ostern kommen die Schokoladen-Ostereier, nach dem Sommer kommen die Badeartikel und nach Weihnachten kommen Schokoladen-Erdnüsse.

 

Donnerstag 28. Januar 2010

 

Eigentlich dachte ich ja, dass es letzte Woche schon warm war. Aber ich musste heute feststellen, dass es noch wärmer werden kann. Wir haben hier in Mendoza mittlerweile die 40 Grad Celsuis erreicht und teilweise auch überschritten.

 

Hier kommen meine Hitzetips:

 

1. Wer jetzt noch Schokolade im Schrank liegen hat, der sollte sie dort liegen lassen und erst in ein paar Monaten wieder rausholen.

2. Man sollte nur so schnell gehen, dass man nicht in seinem eigenen Schweiss baden muss. Also schneller als der Wind, aber nicht so schnell, dass man noch mehr schwitzen muss.

3. Kurze Hosen sind langen Hosen zu bevorzugen. Auch sollte man sich auf T-Shirt oder freien Oberkörper beschränken!

4. Auch wer sitzt, schwitzt.

 

Es gibt noch ungefähr zwanzig weitere Regeln, die man erstmal kennenlernen muss. Wenn ich mich an den heissen Sommer hier gewöhnt habe, dann kommt schon wieder der Winter.

 

Ich hoffe ich konnte ein bischen Wärme von hier nach Deutschland senden und ein bischen Kälte von dort nach Argentinien übertragen!

 

Auf einen weitere Woche mit Extremtemperaturen!

Freitag 22. Januar 2010

 

Allein vom rumsitzen fängt man an zu schwitzen,

Und in dem See im Park sehe ich das Wasser blitzen,

Ich nehme meinen Rucksack, tu die Badesachen rein,

Ich gehe zum Park, will mich von der Hitze befrein.

 

Doch als ich meine Badehose anziehe und Richtung Wasser geh,

Höre ich eine Trillerpfeife, das tut mir in den Ohren weh.

Dann kommen auch schon die Parkwächter zu mir,

Sie lassen mich nicht ins Wasser - ich bin einer, die sind vier.

 

Es ist erstaunlich, wie schwierig es ist in Argentinien Schwimmen zu gehen. Es gibt in dem grossen Park in Mendoza einen See, in welchem man aber nicht baden darf. Um vor der Hitze zu fliehen, muss man Mitglied in einem Sportclub werden und eine Monatskarte für das Schwimmbecken kaufen. Alle 14 Tage muss man zu einer ärtzlichen Untersuchung, um weiter in das Schwimmbad gehen zu können.

Montag 18. Januar 2010

 

Nach drei Wochen bin ich nun von meiner Reise durch den Süden zurückgekehrt. Ich habe Wale, Pinguine, Flamingos und Condores und grosse, weite, sehr schöne Landschaften gesehen.

 

Ich werde bald ein paar Fotos und einen ausführlichen Reisebericht auf diese Seiten Laden.

Mittwoch 23. Dezember 2009

 

Die letzten Vorbereitungen laufen. Ich packe meine Rucksack und bereite alles vor, denn ab morgen habe ich frei.

Zuerst werde ich mit meiner Gastfamilie nach Rosario fahren um dort Weihnachten zu feiern. Dann am nächsten Tage früh morgens werde ich mich auf den Weg nach Buenos Aires begeben.

Mit dem Bus geht es dann nach Puerto Madryn, wo es Wale, Pinguine und Seelöwen zu sehen gibt. Die Reise geht dann weiter in den Süden über Rio Gallegos nach El Calafate. Dort kalbt einer der grössten Gletscher Lateinamerikas. Von dort geht es dann weiter in den Norden durch Comodoro Rivadavia nach Bariloche. Und von dort ist es dann nicht mehr so weit bis nach Mendoza.

 

Ich wünsche allen eine schöne, friedliche und fröhliche Weihnachtszeit. Und ich wünsche auch einen guten Rutsch ins neue Jahr. Ich werde hier wohl eher ins neue Jahr stolpern!

Donnerstag 17. Dezember 2009

 

Weihnachtszeit, Weihnachtszeit, bald ist es soweit?

 

Die Sonne scheint mir auf meinen Kopf,

Ich streiche mit den Hand durch den nassen Schopf,

Der Schweiss rinnt runter, ich sehe die Tropfen,

Ich höre das Blut in meinen Adern klopfen.

 

Ich gehe einen Schritt nach vorn, die Hitze drängt mich zurück,

Ich gehe um die Ecke, es fehlt nur noch ein kleines Stück.

Ich bin nun endlich im Park, was für ein Glück,

Im Schatten beiss ich in einen Pfirsich, den ich von einem Baum pflück.

 

Vom Bett in die Dusche, von der Dusche zur Arbeit,

Komme ich dann zurück steht mein Rucksack schon bereit.

Ich gehe in den Sportclub, steig in die Badehose rein,

Nur das kühle Wasser vom Schwimmbecken kann mich befrein.

 

Wo werde ich Weinachten verbringen? Ich hoffe im Schwimmbecken!

Ich werde mich in den Schatten setzen und ganz viel Eis schlecken!

Die Weihnachtsgans lasse ich am Leben, ich esse lieber Früchte,

Und warte nicht lange, bis ich mich in den Süden flüchte!

Donnerstag 10. Dezember 2009

 

Wie seltsam sich die Wassertropfen auf einem Autodach anhören. Und wie das Wasser von dem Dach auf die Straße pladdert. Es patscht, wenn man die Straße überquert, denn an den Straßenrändern haben sich kleine Bäche gebildet. Glück hat, wer bereits im Bus sitzt, denn die Haltestellen sind viel zu klein, um auch nur ein bischen Schutz bieten zu können.

Irgendwie ist alles komisch, wenn es in Mendoza regnet. Im ersten Moment weiß keiner, was er machen soll. Die Menschen bemerken zwar den Regen, bleiben jedoch ganz ruhig. Die Läden lassen ihre Ware draußen stehen und alles läuft wie gewohnt weiter. Doch dann fängt es an, in Strömen vom Himmel zu SCHÜTTEN! Die Menschen drängen enger zusammen, einige holen Regenschirme aus den Taschen... die meisten stehen in Pullovern oder T-Shirts im Regen und sagen nur... "Oh es regnet".

Vom Bus aus kann man sehen, dass bei vielen Fahrzeugen die Scheibenwischer nicht funktionieren. Der Verkehr staut sich.

Wenn der Regen nach Mendoza kommt, dann trifft er auf eine Stadt, die nicht für den Regen gemacht ist. Keiner ist wirklich darauf vorbereitet, dass es mal länger als eine halbe Stunde regnet. Und eigentlich regnet es höchstens einmal am Tag in Mendoza.

So reicht ein kleines Gewitter, um die Stadt unter Wasser zu setzen. Die Straßen werden zu Flüssen und die Bürgersteige zu Inseln. Wer da noch trockenen Fußes über die Straße kommt, der wird warscheinlich unglücklicherweise unter einem Wasserfall, der von einem der Hausdächer kommt, hindurchgehen. In Mendoza gibt es zwar manchmal Häuser mit Dachrinnen, aber es gibt kein einziges Fallrohr. Das Regenwasser fließt von überall auf die Straße!

Ich bin größer als der Berg

Dienstag, 08. Dezember 2009

 

Heute ist "Día de la Vírgen" und ich habe frei.

 

Ich habe die freie Zeit genutzt, um den größten Berg Lateinamerikas - den Aconcagua - kennenzulernen.

Dafür bin ich am Montag sehr früh morgens in den Bus gestiegen und nach 4 Stunden Fahrt kam ich am "Puente de Incas" auf etwa 2800 m.ü.n.n. an. Es war sonnig, aber kalt. Der Wind bließ stark vom Hochgebirge und bald war meine Nase eiskalt.

Ich hatte mich zwar auf etwas niedrigere Temperaturen eingestellt, musste mir dann aber doch einen Schal aus Lamawolle kaufen, da der Wind mir um den Hals pfiff.

Die Naturbrücke der Incas entstand durch heiße Quellen, die Salze und Mineralien an die Oberfläche schwämmten. Eine Legende spricht davon, dass die Brücke von Männern gebildet wurde. Diese Männer versteinerten, um den Fluten stand halten zu können. So konnten Personen den reissenden Fluss überqueren und wurden gerettet!

 

Den Aconcagua konnte ich nur von weitem sehen. Ich wanderte zwar einige Kilometer in den Nationalpark hinein, kam jedoch nicht ganz bis zum untersten Lager.

 

Wer mehr Fotos von dem Berg sehen möchte, der kann bei Claudias Blog vorbeischauen.

Montag 30. November 2009

 

Heute habe ich die Nase voll!

 

Heute morgen habe ich wieder einmal 3 Paletten voller Lebensmittel aus einer grossen Supermarktkette sortieren müssen. Ich begann mit den Reinigungsprodukten (Chlor, Seife, Waschmittel, Spühlmittel, Deo, Zahnpasta, Shampoo, Windeln und so weiter). Jede Plastikkiste füllte ich mit 15kg. Den meisten Ärger bereiteten mir die Kanister mit Chlor! Diese Behälter sind fast immer irgendwo undicht. Wenn man dann eine Kiste über die andere gestapelt hat, sieht man wie sich unter der Pallete eine Pfütze bildet. Der Chlorgeruch breitete sich schnell im ganzen Lager aus.

 

Meine Chefin rief aus dem Büro "Me parece que me querés intoxicar!" ("Ich glaube du willst mich vergiften!").

 

Nachdem ich alle Kisten fertig sortiert hatte, wischte ich die Chlorpfützen auf... doch der Geruch blieb!

 

Ich begann dann mit dem Sortieren der Lebensmittel. Als ich die erste Kiste von der Palette nahm, stand ich mitten in einem Fliegenscharm. Die unterste Etage der Palette war mit Tomatensauce in Tetrapacks beladen. Aus einigen Packs quoll eine braune Matsche und es roch süsslich. Ich schmiss die Tomatenpacks weg und arbeitete mich durch die Etagen durch. Für die Lebensmittelbank ist Milch wertvoller als Gold! Ich muss also immer versuchen, möglichst wenige Milchtüten auszusortieren. Eine Plastikkiste sonderte eine sehr starken Geruch ab. Mein Blick fiel auf eine aufgeblähte Milchtüte. Als ich diese hochob, war sie leichter als die anderen und als ich sie in den Müll warf, fing sie an zu zischen.

 

Das war aber noch nicht genug.

 

Ich begann meine Nase zu verschliessen, um die Gerüche nicht riechen zu müssen. Nach einigen Minuten schmeckte ich etwas süssliches auf der Zunge. Als ich wieder einmal ein Tetrapak durch leichten Handdruck auf seine Dichte prüfte, spürte ich etwas kaltes mein Handgelenk herunterlaufen. Das Sojagetränk tropfte auf den Boden und ich traute mich nicht mehr einzuatmen.

 

Nachdem ich alles sortiert hatte, nahm ich einen Wischmob und wischte den Boden. Mein Cheff schüttete eine ordentliche Menge paffümiertes Chlor ins Wischwasser und das Lager füllte sich mit dem künstlichen Kiefernduft.

 

Meine Cheffin rief aus dem Büro "Abrite la ventana, hay un olor demasiado fuerte aca!" ("Mach das Fenster auf, der Geruch hier ist zu stark").

 

Ich machte das Fenster auf, doch der Geruch blieb!

Freitag 20. November 2009

 

Heute ist es sehr warm in Mendoza. Der Sommer kommt immer näher und die Menschen bereiten sich vor. Sommer bedeutet hier auf der einen Seite Hitze (bis zu 45ºC) und Trockenheit (es hat seit 3 Monaten nicht mehr geregnet) und auf der anderen Seite Unwetter.

 

Am Mittwoch wütete eine Sturm (ein starker Viento Zonda) in Mendoza. Es fielen Äste auf die Strasse und da die Stromverbindungen oberisdisch verlegt sind, gab es in einigen Stadtteilen Stromausfälle.

 

Der kommende Sommer hier in Mendoza wird warscheinlich sehr hart. In einigen Stadtteilen gibt es kein Trinkwasser mehr und wenn Hagel auf die Weinreben fällt, wird die Ernte zerstört.

 

Den Optimismus der Menschen können aber auch diese Umstände nicht zerstören.

Freitag 13. November 2009

 

Wenn man in Mendoza Bus fahren möchte, dann muss man einige Punkte beachten:

 

Mit dem Bus braucht man 30 Minuten, egal ob man in den Park, ins Zentrum oder zu Freunden fahren möchte

 

Mit der Hand gibt man dem Busfahrer ein Zeichen, dass er anhalten soll - dabei zeigt die Hand am ausgestreckten Arm nach rechts-unten

 

Mit Münzen oder der magnetischen RedBus Karte, bezahlt man beim Einsteigen in jedem Bus

 

Mit Hilfe der Haltestangen im Bus, kann man eine Busfahrt ohne grössere Verletzungen überstehen

 

Mit Achterbahngefühl kann man im Bus fahren, wenn man sich auf einen der hinteren Sitzplätze setzt

 

Busfahren in Mendoza ist eine Wissenschaft. Besonders für jemanden, der aus anderen Städten oder Ländern kommt. Aber auch Mendociner haben manchmal Schwierigkeiten, den richtigen Bus zu nehmen.

Sonntag 8. November 2009

 

Gestern war "Día de la Colecta". Um 8:30 Uhr morgens haben sich die ersten Freiwilligen der Lebensmittelbank in 35 Supermärkten in Mendoza eingefunden. Die Freiwilligen haben Flyer an die Kunden verteilt und sie zum Mitmachen angeregt. Das Ziel dieser Aktion, welche jedes Jahr um diese Zeit in ganz Argentinien stattfindet, ist möglichst große Mengen Lebensmittelspenden von den Kunden in den Supermärkten zu erhalten.

 

Insgesamt wurden in Mendoza am Samstag bis 22 Uhr über 12 Tonnen Lebensmittel gespendet!

 

Unsere Arbeit in der Lebensmittelbank wird sich nun auf die Klassifizierung der Lebensmittel beschränken.

Freitag 30. Oktober 2009

 

Wenn es um Fussball geht, bin ich relativ unkompliziert. Ich finde gute Fussballspiele interessant und schlechte Fussballspiele langweilig.

Ob ich eine Fussballmanschaft mag, hängt von der Spielweise, der Fairness und des Trikots ab. Bei jedem Spiel kann sich also die Favoritenmannschaft ändern.

 

Auf der ganzen Welt gibt es sicher einige Menschen, die so über Fussball denken. Es gibt aber auch mindestens genau so viele Menschen, die anders denken.

Ich war auf dem Weg zum Sportverein, welcher mitten im Park "General San Martin" liegt. Kurz nachdem ich aus dem "Trole" ausgestiegen bin und eine der gefährlichsten Kreuzungen Mendoza´s überquert hatte, fuhr ein Bus an mir vorbei. Der Buss war voller "hinchas del Tomba" (Fans vom Fussballverein Godoy Cruz Antonio Tomba - 1. Liga der AFA). Als die Fans mich sahen, fingen sie an zu schimpfen. Sie schriehen mir die schlimmsten Schimpfwörter Argentiniens zu.

Da bemerkte ich, dass ich die falsche Entscheidung getroffen hatte. Ich habe das Trikot von "El Tomba" und "La Lepra". Wenn "El Tomba" spielt, kann ich doch nicht mit dem Trikot von "La Lepra" auf die Strasse gehen. Spielt "La Lepra", dann kann ich mit dem Trikot von "El Tomba" den Park nicht betreten.

 

Also ich finde es echt kompliziert, auf diese Art und Weise über Fussball zu denken!

Freitag 23. Oktober 2009

 

Die meisten Menschen sehnen sich nach Feierabend. Und noch mehr, wenn Freitag ist.

Ich muss zugeben, dass mir heute der Feierabend nicht gerade recht kam. Kaum hatte ich die schützenden Räume der Banco de Alimentos verlassen, wurde ich von einem starken "viento zonda" angegriffen. Er schleuderte mir Staub in die Augen und bliess mir warme Luft ins Gesicht. Er schmiss mit Baumästen nach mir und liess den Himmel braun werden. Ich glaube heute gehe ich nicht mehr aus dem Haus!

Freitag 16. Oktober 2009

 

Am Mittwoch kamen endlich wieder die "Cajones" (Kisten) aus einer grossen Supermarktkette. Die "Comedores" warten besonders auf die "Productos de Limpieza" (Reiniungsmittel).

Die Kisten kommen hier in er Lebensmittelbank unsortiert auf Paletten an. Wir müssen dann die Lebensmittel sortieren. Verdorbene Lebensmittel oder solche mit beschädigter Verpackung, werden aussortiert. Die Kisten werden dann mit je 10KG "Alimentos no Perecederos" gefüllt, die Kisten mit Reinigungsmitteln wiegen jeweils 15KG.

 

Im Moment sind besonders Kartoffeln heiss begehrte Ware. Der Preis pro Kilo ist in den letzten Wochen sehr stark angestiegen, sodass sich die "Comedores" dieses Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten können!

Mittwoch 7. Oktober 2009

 

Da die Lebensmittelbank auf dem Gelände von einer Logistikfirma liegt, die besonders auf die Lagerung von Ware in Kühlräumen spezialisiert ist, können wir am "Dia del trabajador en el frio" nicht arbeiten. Morgen am Donnerstag ist also frei. Desshalb mussten bereits heute am Mittwoch alle Waren, die nur noch ein kurzes Haltbarkeitsdatum haben, ausgeteilt werden. Das Lager ist also wieder fast leer.

Freitag 2. Oktober 2009

 

Nach einem Wochenende mit Schnee und Kälte, ist heute wieder der Viento Zonda unterwegs. Es ist zwei T-Shirts-Warm (20ºC) und am Wochenende sollen die Temperaturen weiter ansteigen.

 

Im Lager der Lebensmittelbank stapeln sich mittlerweile 183kg Milchpulver. Dieses Pulver ist sehr wertvoll für die "Comedores". Die etwa 230 Packungen wurden während des "Evento Tango por los Caminos del Vino" gesammelt. Sie galten als Eintrittspreis - für eine Packung Milchpulver konnten sich zwei Personen an Tango-Aufführungen sattsehen und Kinder mit etwa 6 Litern Milch sättigen.

Donnerstag 24. Septemer 2009

 

Am Dienstag war das Fernsehen in der "Banco de Alimentos". Mit einem Übertragungswagen wurden Interviews mit der Vizepräsidentin und Vertretern der "Comedores" (Tafeln), sowie Aufnahmen von dem Lager und einigen Lebensmitteln ausgestrahlt.

 

Das Lager der Lebensmittelbank war zu Beginn der Woche prall gefüllt und ist heute fast leer. Die Mitarbeiter und Vertreter der "Comedores" berichten immer wieder davon, dass jeden Tag mehr "chicos" zu ihnen kommen. Ein kleiner "Comedor" versorgt etwa 70 Kinder, ein grosser etwa 500.

Donnerstag 17. September 2009

 

Die Studenten in Mendoza freuen sich auf den 21. September. "El dia de la primavera". An diesem Tag (dieses Jahr ein Montag) haben alle Studenten und Schüler in Argentinien frei. In Buenos Aires finden dann grosse Gelage in den Parkanlagen statt. Die Mendoziner machen sich auf in die Berge. Besonders beliebt ist Potrerillos - eine Region mit vielen Cabañas, Campingplätzen und einem grossen See. Dort können die jungen Leute ungestört feiern und die Freizeit geniessen.

 

Ich werde am 21. September morgens um 10 Uhr zur Arbeit gehen und um 18:30 nach Hause kommen.

Donnerstag 10. September 2009

 

Mendoza ist die Provinz der Sonne und des Weines. Selbst im Winter - wenn die Temperaturen in der Nacht auf -4ºC sinken - schafft die Sonne es, den Tag schön zu machen. Die Kälte fühlt sich gar nicht so schlimm an und auch mit zwei T-Shirts kann man sich draussen noch bewegen. Nachmittags blässt dann der "Viento Zonda", ein sehr warmer und trockener Wind aus den Anden. Viele Mendociner bekommen dann Kopfschmerzen oder Probleme mit der Atmung.

Freitag 04. September 2009

 

Die erste Arbeitswoche in der "Fundacion Banco de Alimentos Mendoza" liegt nun hinter mir. Ich habe jeden Tag von 10 Uhr bis 18 Uhr Kisten mit Lebensmitteln sortiert, an "Comedores" ausgegeben und den Warenverkehr in einem Computersystem festgehalten.

 

In meiner Gastfamilie hier in Mendoza fühle ich mich sehr gut aufgenommen.

 

Das Wetter hier in Mendoza ist nun auch etwas winterlicher, nachdem hier letzte Woche bis zu 35ºC gemessen wurden sind es heute nur noch 10ºC und nächste Woche soll eine Polarfront kommen.

 

Donnerstag 28. August 2009

 

Seit dem 22. August bin ich in Buenos Aires. Der größten Stadt in Argentinien (13Mio Einwohner). Diese Stadt schläft nie und wenn man am Tage das Chaos auf den Straßen sehen kann, dann lässt man jeden Gedanken an Autofahren sofort fallen.

 

Wir haben in Buenos Aires einen ersten Eindruck von Argentinien vermittelt bekommen und wurden auf unsere Projekte vorbereitet.

 

Morgen werden alle weltwärts Teilnehmer zu ihren Gastfamilien fahren. Einige müssen kaum reisen, andere (so wie ich) müssen über 1000 Km mit dem Bus zurücklegen.

 

Freitag 21. August 2009

 

Es fehlt nicht mehr viel Zeit bis zu meinem Abflug am 22. August.

Ich werde also bald anfangen meine Koffer zu packen und mit der Vorbereitung beginnen.